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JOHN LAW’S CONGREGATION

20. Oktober um 20:30

Foto: Ken Drew

Seine klassischen Wurzeln verleumdet John Law nie. Warum auch? Schon im Alter von vier Jahren begann er mit klassischem Klavierunterricht, studierte später in der renommierten Royal Academy of Music. Im Titelsong seines Albums „These skies in which we rust“ werden diese Ursprünge seiner Musik aufs Neue deutlich: Es beginnt mit einem Thema aus Brahms Requiem und entwickelt daraus ein meditativ-hypnotisches Klangkunstwerk, das den Hörer unmittelbar ergreifen muss und ihn in weit entfernte Sphären entführt. Seine Gemeinde – das heißt „congregation“ wörtlich übersetzt – folgt ihm dabei auf Schritt und Tritt. Er, der Piano-Virtuose gibt den Ton an, das ist klar. Aber er tut das in einer wundervoll zurückhaltenden Art mit weichem Anschlag und feinem Groove. Ganz britisches Understatement bei größtmöglicher Brillanz. „Ein interessanter, hochtalentierter musikalischer Einzelgänger“ sei John Law – das sagte jedenfalls einst sein Förderer, der österreichische Jahrhundertpianist Alfred Brendel über ihn. Ein bisschen merkt man ihm dieses Einzelgängertum auf der Bühne an: Dann sitzt er andächtig über die Tasten gebeugt. Die Augen geschlossen, scheinbar versunken in seinem eigenen Universum. In diesem kollidieren schon einmal Planeten und senden dabei Energiewellen aus purem Groove aus. Denn dass John Law aus demselben Land wie Phronesis und Radiohead kommt, das kann, das will er ebenfalls nicht verbergen. Da trifft dann Laws klassischer Hintergrund auf zeitgenössischen Jazz, Alternative Rock und die Welt des Elektro. Laut dem britischen Independent entsteht dabei Musik, „so voller Freude dass es einem nicht nur den Glauben an den Jazz, sondern an die Musik in Gänze erneuert.“ Oha, da wird wohl selbst der Independent abhängig. Große Ansprüche sind es auf jeden Fall, die man an ihn richtet. Um diesen gerecht zu werden hat John Law in seiner neuen Gemeinde drei hochtalentierte junge Männer versammelt: James Mainwaring vom Roller Trio, immerhin Mercury-Preisträger, bespielt nicht nur das Saxophon, sondern auch die Gitarre. Dazu kommt mit Conor Chaplin einer der meistgefragten britischen Jung-Bassisten – und mit Drummer Lloyd Haines die nötige Injektion Drum n‘ Bass für einen ordentlichen Wumms. Es wird definitiv kein langweiliger Abend mit John Law’s New Congregation, sondern ein Blick gleich über mehrere Tellerränder hinweg in mindestens vier musikalische Welten gleichzeitig. Ein Abend für Gourmets und Fans musikalischer Spannung.

Besetzung:
John Law p, keys, glockenspiel, electronics
James Mainwaring sax, g, electronics
Lloyd Haines dr
Ashley John Long b

Details

Datum:
20. Oktober
Zeit:
20:30
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Becher Bräu
St.-Nikolaus-Str. 25
Bayreuth,

Veranstalter

Jazz Forum Bayreuth
Webseite:
http://www.jazz-bayreuth.de